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Schlagwort-Archive: Grammatik

Wer schreibet so spät bei Nacht und Wind? Es ist der Autor mit seiner Tint!… Ja gut, nicht preisverdächtig. Was ich eigentlich sagen wollte: Wieviele Kreative verwirklichen sich doch des Nachts! Dafür gibt es einen Begriff – leider derart mumifiziert, dass er wohl nicht mehr zu bergen ist. Kein Modewort, schade. Nachtarbeit ist doch angesagt. Hier mein kleiner Nachruf auf die Lukubration, das schreibende Treiben bei Nacht.

Georg Friedrich Kersting: Faust im Studierzimmer (1829)Buzzwords
Kapriziöse Modewörter sind schnell gefunden: Inklusion, Mediokratie, Portfolio, was auch immer. Endloslisten ließen sich verfassen. Der Hinweis ausgewiesener Schreibexperten, auf Modewörter möglichst zu verzichten, wird jedoch schnell zum Problemchen. Denn was en vogue ist, wird auch gleich verstanden. Gut, übertreiben sollte da keiner. Amüsanten Bullshit-Bingo Meetings zum Trotz, gibt es eben umständliche Begriffe, die durchaus angebracht sein können. Wenn ein Begriff genau das beschreibt, was ich sagen möchte, na dann los! So die Lukubration.

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Auffällig sind höchstens die literarischen Patzer anderer. Selbstkritik ist latent. In die erste Korrekturrunde gehen notgedrungen die eigenen stilistischen Problemzonen. Freilich gut kaschiert. Liest sich hoffentlich weg. Klappt meist nicht. Wer mit Wieland den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, der bediene sich am reichen Online-Schatz: Schreibstil, Worthülsen, Lesbarkeit und Füllwörter – all das kann jederzeit und kostenfrei online geprüft werden. Und: Es macht nicht nur viel Spaß, es kann tatsächlich helfen!

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