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Aufgeregtes

Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt! Noch in meinen letzten Beiträgen singe ich ein Loblied auf unsere Brave New Social Media World. Ich berichte, welche Möglichkeiten zum Dialog sich im Web auch für Unternehmen bieten. So von Mensch zu Mensch und so, Ihr wißt schon. Und dann das. Der Kunde und Interessent als Dummkopf? Was bietet mir der offizielle Allianz ‚Social Media Communicator‘ denn da an? Pseudo-Authentizität und Fake-Spontaneität. Ein Affront gegen jedes ehrliche Social Media Management. Sozialmediale Botschaften aus dem Kühlfach – da war mir die virtuelle Anna vom gelben Möbelhaus noch lieber…

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Alles begann ziemlich harmlos. Seit ein paar Wochen liegt ein Beitragsentwurf in meinem WordPress, das da heißt: „Ironiezeichen“. Das Satzzeichen hat jeder schon einmal gesehen und wahrscheinlich nicht weiter darüber nachgedacht. Nichts ahnend, begann ich zu recherchieren. Heraus gekommen ist nun eine barsche Kritik am Umgang mit Quellen im Web 2.0. Mit der „Akte Ironiezeichen“ möchte ich in aller Ausführlichkeit einmal aufzeigen, wie schnell Zusammengeschnipseltes zum Allerweltswissen werden kann. Generalisieren möchte ich nicht, sondern mit dem Beispiel denken.

Gespiegeltes Weltwissen
Das spiegelverkehrte Fragezeichen ist für mich Grund genug, zu recherchieren, was es mit der gesetzten Ironie so auf sich hat. Einzige Bedingung: Allein über das Netz möchte ich verläßliche Quellen aufspüren, um meinen Beitrag damit zu belegen. Dann begann, was mein Bild vom ‚Wissen im Netz‘ kräftig durchrütteln sollte: Enttäuschung auf ganzer Linie. Digitale Wissensvermittlung á la Stille Post? Wie schnell gehen da Quellen, Daten und Fakten verloren. Wie von Zauberhand scheint sich eine Art ‚kanonischen Wissens‘ zu entwickeln, was vielleicht digital überliefert, jedoch wenig fundiert ist. Sollte das gepriesene Weltwissen etwa an der Ironie scheitern?

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Früher drohte der beschummelte Bürger dem arglistigen Großkonzern mit einem Anwalt oder gar der Polizei. Heute mit Facebook. Nein, ich übertreibe nicht, schon gar nicht maßlos. Ich durfte es selbst erleben – es, das Facebook-Wunder. Jedenfalls wundere ich mich noch und nöcher. Unglaubliches ist geschehen, vorige Woche, an meinem Küchentisch. Eine Mitteilung über Facebook ließ mich freudeschreiend aufspringen und eine Runde durch die Küche tanzen. Ich bin hingerissen – Facebook, der große Bruder, er hat mir geholfen. Eine Momentaufnahme.

Kurz ausgeholt: Wie sich mein Aktenordner füllte

Meine vorgebliche Unterschrift

Meine vorgebliche Unterschrift

Beinah zwei Jahre habe ich mich mit einem der großen Mobilfunkanbieter streiten müssen. Es ging um eine vermeintliche Unterschrift auf einer Vertragsverlängerung. Mein Irrweg durch Kafkas Schloss begann mit meiner fristgerechten Kündigung. Ging nicht, da angeblich verlängert. Monate später erlöste mich ein Anwalt vom Vertrag. Dann wollte der Mobilfunkanbieter plötzlich eine Prämie zurück, von der ich bis dahin auch nichts mitbekommen hatte. Nix da! Was die mich an Zeit, Aufwand und auch Geld (ich sag nur Hotline, Einschreiben, Anwaltssalär) gekostet haben… Ich fühlte mich betrogen. So nicht, Freunde!

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Abschiede sind meist freundlich, gern herzlich, dann und wann auch lieb. Grußformeln beenden eine Korrespondenz oft standardisiert, vielleicht noch meteorologisch, lokal oder adverbial nuanciert. Schlussformeln gehören sprachwissenschaftlich in die Phraseologie (!) und unterliegen nicht den Bedingungen der Aufrichtigkeit“. So weit, so gut. Ein kreatives Lebewohl mag ich sehr gern lesen, bleibt hier doch Raum für individuelle Ausbrüche. Echte Hingucker. Für jeden Autor, für jeden Briefeschreiber eine Chance. Zweimal hinsehen musste ich auch im folgenden Brief – und dann wurde mir schlecht. Was soll ich nur davon halten?

Wohlstandsgrüße???

Wohlstandsgrüße???

Genial daneben! Um genau solche Patzer ging es mir in meinen letzten beiden Beiträgen. Wäre es da nicht schön gewesen, wenn es vor dem Festschrauben jemand gemerkt hätte? 😉 Danke Bea!

Flohnmobil - im Alltag unterwegs

Aufgestöbert in Rattenberg/Tirol.

Die Blütezeit der Österreicher-Witze, in denen wir Schweizer uns über unsere östlichen Nachbarn lustig gemacht haben, ist mehr als zwei Jahrzehnte her. War an den Witzen vielleicht doch ein Körnchen Wahrheit?

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Ich freue mich sehr, herzlich willkommen zu sein. Doch bin ich ‚herzlich Willkommen‘, möchte ich am liebsten gleich wieder weg. Warum? Weil es schlicht und einfach und ohne Frage falsch geschrieben ist. Viele Autorinnen und Autoren tummeln sich im Social Web und präsentieren ihre Buch- und Schreibprojekte. Das ist gut und schön. Nicht gut und nicht schön sind allerdings miese Peter namens Rechtschreib- und Grammatikfehler. Mir vergeht dann ziemlich schnell die Lust am Lesen. Das ist schade. Orthografie als Geheimwissen?

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Kampf der Geschlechter: Die leidigen Ermahnungen, es hieße das Blog und nicht der Blog. Wann mögen die Social Newbies das endlich begreifen! Alt-Blogger als Sprachwächter? Schuster bleib bei deinen Leisten! Sprachgeschichte beginnt nicht erst in den 1990ern. Sprache ist pro domo demokratisch und deren Geschichte ist kein kalter Kaffee.

der_BlogIch bin neu im Netz, doch lesen, schreiben, sprechen und denken, das konnte ich schon vor dem Millennium. Des Dilettantismus verdächtig, bemühe ich im druckstelle-blog konsequent den männlichen Blog. Von den Platzhirschen und Hirschlein werde ich wie alle Der-Blog-Sager belächelt und vermeintlich entlarvt. Duden war gestern, der ermöglicht beides, ewig gestrig. In der Akte ‚Blog‘ viel zu liberal. Ha, der Duden! Für viele überflüssiger Ballast der Gutenbergzeit, für mich im Digitalen unersetzlicher denn je. Es kommt, wie es kommen muss: Monologisch gerate ich unter Rechtfertigungszwang. Nun denn, ich erhebe meinen Zahnstocher gegen die Sprachwächter 2.0.

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