Buch trifft Schere. Ich hab’s getan…

… und habe eine Seite meines alten Statistikbuchs geopfert.

Origami á la Buch

Das Schlimmste war das: Ritsch, ratsch!

Das Opfer - ein altes Lehrbuch

Der Rest ging (fast) ganz leicht.

Ganz schön beweglich, so'ne Buchseite!

Und hier nochmal in Bewegung:

So, und als Geschenk geht das kleine Kerlchen bald auf Reisen. Hoffentlich setzt sich der Postmann nicht drauf! *oha*

Wer wissen will, wie das geht, kann hier das Youtube-Tutorial von happyfolding.com ansehen. Die ‚Wobbling Wall of Nine Cubes‘ stammt von Heinz Strobl, das Anleitungs-Video ist von Sara Adams. Viele Späße! 😉

14 Kommentare
    • Wuauauauau…. Ich weiß, aber wordpress lässt mich just im Moment nichts ändern… Wird gebaut, sobald ich wieder darf… Danke!!!

      • Thala sagte:

        Da ich jetzt erfahren habe, wie so ein kleines Kunstwerk entsteht, Hut ab für so viel Geduld und Geschick.

      • Dankeschön! Solche Fummeleien kommen mir immer gerade recht, wenn ich weder lesen noch schreiben mag… Ich glaube ja fast, ich habe erst Papier und dann Bücher für mich entdeckt! 😉 Und ich bin einfach nur fasziniert, wie aus 2-D durch ein bisschen Falten ein dreidimensionales Objekt entsteht. Unglaunlich, was die ‚Designer‘ für ein Vorstellungsvermögen mitbringen… Boah!

  1. Das wär nichts für mich. Ich bin nicht die Basteltante.
    Beim Betrachten der Youtube-Anleitung kam mir die Idee, dass man so etwas früher aus den alten Telex-Lochstreifen-Rollen hätte basteln können. Aber das war noch vor deiner Zeit… 😉

    • Och, wenn ich etwas unbedingt (verstehen) will, bastel ich auch mal… Und dieses Ding hier wollte ich verstehen! 😉 Bei derlei Beschäftigungen wird der Kopf schön frei. Vor allem in arg verkopften Zeiten hab ich schon öfter mal zum Bastelzeug gegriffen – immer noch besser als Rumgemotze… Und, ganz wichtig fürs schreibende wie lesende Arbeiten bei mir – ich hatte nach überschaubarer Zeit mal ein Ergebnis in den Händen! 😉 Telex-Lochstreifen??? Muss isch guuugeln… Danke!

  2. acrprivat sagte:

    Bin begeistert- auch von der Wirkung … oder besondners DAVON: weil ich in diesem Zusammenhang erinnere – wie sehr mir einst die Beschäftigung mit der Hände Geschicklichkeit und des Geistes Vorstellungskraft geholfen haben, meine Sucht nach essen zu besiegen. Einer meiner Tricks, die Hände dürfen keine Zeit haben, Essen in meinen Mund zu stecken und das Hirn keinen Grund, an Essen zu denken. Ich habe damals, mit ganz stoischen Faltarbeiten beginnend, auch solche recht anspruchsvolle Sachen gemacht – wie die auf dem Video und später, um gegen die Sucht „mehr in der Hand zu haben“ … vor allem auch mit Seidenpapier gebastelt, weil es um so viel mehr Aufmerksamkeit und Sorgfalt verlangt.. Da darf nicht ,mal ein Stück Apfel „nebenbei“ sein. Das Papier bestraft alles.

    Später habe ich sowas gemacht – http://paschiri.com/#h=821-1378453268182 – langelangelange nicht so gut, Nur für mich, auch Haarschmuck. ich hatte keine Anleitung, nur die Idee. Das Besinnen auf sich selbst beginnt mit dem Wunsch,, nichts zu tun als sich selbst zu folgen. Täglich eine Stunde … das ist Luxus 😉 Eines der „Instrumente“, mit dem ich abgenommen habe 😉

    Jetzt bei Dir die Buch-trifft-Schere Sache zu sehen, ist eine richtig toller und erstaunlicher Ausflug in meine Vergangenheit.

    Beste Grüsse aus Ungarn
    charlotte (ACR)

    • Hallo Charlotte!

      Klasse, auf diese Form der ‚Selbstdisziplinierung‘ wäre ich niemals gekommen… Gibt wieder mal viel Raum zum Nachdenken, denn ‚manu‘ im ‚faktum‘ liegt wohl in der Natur des Menschen. Soll heißen: Hände wollen benutzt werden. Heute ist ja so vieles völlig unhändig vergeistigt. Klar, wenn man so will eine ‚Stufe der Evolution‘, aber wohl doch ein Trieb. Schon der Unterschied vom Schreiben mit der Feder oder dem blinden Tippen vielleicht noch (wie ich soeben) auf der virtuellen Tastatur. Was fehlt? Gefühl! Das ‚echte‘ Herantasten. Artfremde Haltung! 😉 Essen spürt der Gefühlsmensch wenigstens noch, bevor er kostprobt. Schöne Ab- weil Umlenkung! Bei mir strebt das Abstrakte stets in fassbare Formen. Das bringt irgendwie Ruhe rein. Was sein muss, findet seinen Weg.
      Wow, danke für den Link. Sowas hab ich ja noch nie gesehen…

      Ereilte Grüße
      Franziska

  3. acrprivat sagte:

    Hallo Franziska,

    da muss ich nochmal, damit es nicht zur Irritation wird – für andere mit Essstörung.

    Es ist nicht Disziplinierung. Selbstdisziplinierung auch nicht. Alles, was nicht freiwillig ist, bringt nichts Gutes.
    Der Antrieb ist nicht-. ich muss das fertig machen, der Antrieb ist, ich will sehen, was ich (er)schaffen kann.
    Der Unterschied zwischen müssen und wollen macht aus, was von einem selbst und was von anderen kommt/erwartet wird.

    Disziplin hat in vielen Fällen sogar sehr grossen Anteil daran, überhaupt in eine Essstörung zu rutschen. Ich habe mehr als 20 Jahre meines Lebens dazu gebraucht, zu verstehen, dass Essstörungen, egal in welche Richtung sie führen, auf keinen Fall etwas mit mangelnder Disziplin zu tun haben. ((Alleine so ein Leben auszuhalten, verlangt eine grosse Portion Disziplin.))

    Die Basis für Erkenntnis ist Denken gewesen und das konnte ich Jahrzehnte nur zum Thema Essen. Was esse ich als nächstes und wie bekomme ich es hierher? Hände mutieren zu Besteck, Hirn zum Speiseplan.

    Ich brauchte zunächst Inseln, auf denen ich anderes denken konnte- also essensfreie Zeiten- auch und -insbesondere- im Kopf.

    Zuerst habe ich mich nur auf stoische Dinge einlassen können, z.B. ein Streichholz zwischen zwei Fingern abbrennen lassen und kurz vorm Verlöschen ein nächstes daran entzünden usw. Ich habe es auf viele Brandblasen an den Fingerkuppen gebracht aber schliesslich auch zu mehreren 1000 Streichhölzern hintereinander – und eine essensfreie Nacht war damals für mich ein hoher Gewinn.

    Das alles war, wie kurz vor dem Verrücktwerden bremsen.

    Später wurde mir diese „Tätigkeit“ zu doof und ich fand heraus, während meine Hände etwas vollbringen was mein Geist bereits sieht …kann ich auf „zweiter Ebene“ nachdenken … zumindest erstmal über das- was meine Hände als nächsten Schritt tun müssen, damit mein inneres Bild vom Ergebnis auch real Gestalt annimmt. Also nicht essen, sondern z.B. falten/basteln/zeichnen/malen.

    Erst mit viel Übung – im Denken- ist es mir gelungen, eine weitere Denkebene zu erklimmen und z.B. während des Faltens über etwas nachzudenken, was gar nichts mit Falten und Essen zu tun hat.

    Es ist nicht Disziplin.

    Es ist allemal Selbsthilfe, Besinnen auf eigene Möglichkeiten zur Rettung des Restes der eigenen Würde. Es ist Neu — Gier auf ein suchtfreies Leben. Es ist die Suche nach Achtung vor sich selbst.

    Nur noch die Hände zum Essenschaufeln benutzen ist sich selbst gegenüber sozial nicht zu vertreten … aber einem bestimmten Augenblick der Erkenntnis.

    Eine weitere frühe Möglichkeit ist es beispielsweise gewesen, ein, bis zum absolut obersten Rand, mit Wasser gefülltes Glas in der linken Hand frei zu halten und gleichzeitig rechtshändig mit einem Federhalter zu schreiben oder mit Bleistift zu zeichnen. Nach langer Übung bin ich auf den Punkt konzentriert gewesen, kein Wasser verschütten und schön schreiben oder exakt malen. Viel später kam – was schreibe ich, was male ich- als Freude hinzu. Und wieder später konnte ich schreiben, zeichnen, malen, ohne an Essen zu denken, sogar beim Übersessenschreiben oder Stilllebenmalen 😉 ohne Wasserglas in der linken Hand…

    Sonntagsgrüsse aus Ungarn
    sendet
    charlotte (ACR).

    • Hallo Charlotte,

      danke für Deine Ausführungen! Du beschreibst Deine Erfahrungen in einer Art und Weise, die mir unter die Haut geht! Sag, bist Du über den Stift in der einen und das Glas in der anderen Hand zum Schreiben gekommen? Oder habe ich mir das nur so zusammengelesen…
      Wochenendliche Grüße
      Franziska

  4. acrprivat sagte:

    Liebe Franziska,

    Du hast es nicht nur so zusammengelesen.
    Ich habe sehr sehr viele Varianten gefunden, mich ohne Essen erleben zu können und zu begreifen.

    Das mit dem Wasserglas: ich habe zuerst über Wochen mehr damit zu tun gehabt, Tisch zu trocknen, Wasser nachzugiessen und Koordination zwischen Federhalter zu Papier und Hand zu Wasserglas im Zusammenspiel mit meinem überdimensionalen Körper zu üben. Ich konnte nicht einfach am Tisch sitzen. Ich habe weit über 200 Kilo gewogen.

    Oftmals habe ich ob der Unwürdigkeit meiner Situation geweint, dann kam Tränenabwischen noch dazu und Schluchzen führte zum Glaswackeln usw. Elende Zustände, in die der Mensch sich selbst bringt … ich lernte, dass nur Ehrlichkeit zu mir selbst – meine Loyalität zu mir sichert. Wer wenn nicht ich, kann/darf/muss mich am Kragen packen und aus dem Sumpf ziehen?

    Vor ein paar Jahren habe ich eines der Hefte gefunden, die ich damals vollgeschrieben habe. Seitenweise nichts anders als:
    hilfe, hilfe, hilfe,. hilfe, hilfe ….

    Schade, ich hätte gerne auch andere noch gefunden …
    Doch:
    Es ist damals gar nicht auf das Ergebnis des Schreibens angekommen, sondern darauf, eine Nacht zu überstehen- ohne zu essen. Dabei zählen Atemzüge, ich habe von einem zum anderen gelebt.

    Versuche es mal, ein Glas Wasser- übervoll, so mit dem kleinen Berg der Spannung des Wassers, in der Hand und frei halten, nur in der Mitte des Unterarms an der Tischkante abgestützt. Und dann schreibe Dein Lieblingszitat in besonders exakter Schönschrift. Das kann Wochen dauern … und …

    … bis Du es geschafft hast, wirst Du dieses Zitat bestenfalls aus mehreren Betrachtungsweisen gesehen haben …

    ich lächle Dir zu

    charlotte (ACR)

    • Guten Morgen Charlotte!

      Danke für Deine Offenheit und schön, dass Du von der ‚Vergangenheit‘ berichten kannst, sprich: dass Du – wie auch immer – gewonnen hast… Der Mensch, allein mit sich selbst gelassen, hat dann immer und immer noch das Schreiben. Vielleicht die Ablenkung vom physischen Ich und hin zum ‚vernunftbegabten Wesen‘ ganz im Wortsinne. Eigentlich eins. Das was auf dem Papier bleibt, lässt sich weder wiegen, noch messen, altert nicht, trägt keinen Hut… Es kommt aus dem tiefsten Inneren, dem Ort ohne Ort, und geht auch wieder dahin…
      Das mit dem Glas habe ich probiert (ähm, nicht gaaanz so voll): Ich war ganz gut, doch hätte es beinah fallenlassen – so ganz ins Schreiben vertieft!

      Erwachte Grüße
      Franziska

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