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Archiv für den Monat April 2013

Interview – Belletristik

Die in den USA geborene Autorin Patricia Koelle lebt heute mit ihrem Mann in Berlin. Als Kind erlebte Sie die geteilte Stadt als Gärtchen des praktischen Widerstands. Hingen einst Besen und Spaten an einem Haken in der Berliner Mauer, so heftet sie heute ihr Schreibgerät an alles, was sich vor ihr aufzutürmen wagt. Probleme? Herausforderungen! Und dann ist da ja noch die Liebe im und am Buch. mehr…

Einstieg: Wie bist Du zum Schreiben gekommen?
Ich habe schon als Kleinkind Lesen gelernt. Als mir die Bücher ausgingen, war Schreiben der logisch nächste Schritt. Außerdem ist es bei mir wie bei vielen anderen Autoren: Ich kann nicht anders! Die Geschichten toben in meinem Kopf und geben keine Ruhe, bevor sie nicht geschrieben sind. Ein Hobby ist es nicht, es ist ernsthafte Arbeit, die mir wichtiger ist als jedes Hobby. Mit meinem Job hat es nichts zu tun, davon leben kann ich auch nicht, aber als Berufung würde ich es bezeichnen, ja.

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Als die Berliner Autorin Patricia Koelle von meiner druckstelle-Idee hörte, sagte sie sofort zu. Dies ist nun vier Wochen her und ich freue mich, Patricia Koelle als erste Autorin in meinem Blog für kleine und große Buchprojekte vorstellen zu dürfen. Ihre ‚Kurzbiografie‘ hat mich so beeindruckt, dass ich Euch diese nun noch vor dem eigentlichen Interview zeigen möchte. Doch lest selbst…

Patricia Koelle: Ich wurde 1964 in Huntsville/Alabama, USA geboren. Ein Jahr später zogen wir nach Berlin, wo ich zweisprachig aufwuchs und heute mit meinem Mann immernoch lebe. Das Leben in der geteilten Stadt war so verrückt, dass ich manchmal denke, es führte zwangsläufig zum Schreiben. Meine Eltern und ich haben damals eine Wanderung um Berlin (West) herum gemacht, immer an der Mauer entlang, jeden Sonntag ein Stück. Es war beeindruckend.

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Die Frage, wie ich Sie im druckstelle Online-Interview ansprechen soll, ist noch nicht ganz entschieden. Bislang hielt ich es für lesbarer, Sie zu duzen. Ganz wohl ist mir dabei nicht. Meine Lösung: Das gesiezte Du.

Duzen oder Siezen? Soll ich Du oder Sie sagen? Darf ich Sie duzen?

„Guten Tag Frau druckstelle! Darf ich Sie… ähm… Dich… ähm…“ (Foto: druckstelle)

Das epigenetische Sie
Anfangs versuchte ich mich an monströsen Du/Sie-Konstruktionen. Das war nix – echte Herausforderungen fürs Auge. Dann lieber ein generelles Du. Oder doch ein Sie, weil es sich eben so gehört? Im Netz soll agiert werden wie im Leben. Sollte heißen: Höflich ist, Fremde zu siezen. So handhabe ich es, seit meine Erziehung erste Früchte trug. „Grüß die Leute!“ und „Mach keine Schulden!“ übrigens auch. Doch habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein ‚Sie‘ eine Situation unnötig versteifen kann. Stockfisch möchte ich hier aber nicht sein.

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