Archiv

Archiv für den Monat April 2013

Auffällig sind höchstens die literarischen Patzer anderer. Selbstkritik ist latent. In die erste Korrekturrunde gehen notgedrungen die eigenen stilistischen Problemzonen. Freilich gut kaschiert. Liest sich hoffentlich weg. Klappt meist nicht. Wer mit Wieland den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, der bediene sich am reichen Online-Schatz: Schreibstil, Worthülsen, Lesbarkeit und Füllwörter – all das kann jederzeit und kostenfrei online geprüft werden. Und: Es macht nicht nur viel Spaß, es kann tatsächlich helfen!

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Interview – Satire

Nun gleich und ohne Umwege zum Rest des Interviews mit Christian Schmidt. Über sein Leben und Arbeiten könnt Ihr hier noch einmal lesen.

Einstieg: Wie bist Du zum Schreiben gekommen?
Ich wusste schon als Kind, dass ich irgendwann gerne Autor sein möchte. Ich habe gerne gelesen und dank meiner ebenfalls sehr belesenen Familie gehörigen Respekt vor Büchern quasi in die Wiege gelegt bekommen. Ich hab damals häufig kurze Geschichten geschrieben, die fast nie jemand außer mir lesen durfte. Irgendwann, so dachte ich, würde ich gut genug schreiben können, um auch eine Buchveröffentlichung zu verdienen. Insofern ist das Schreiben für mich zwar inzwischen Beruf, aber auch die Erfüllung eines Kindertraums.

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Mangas waren seine Passion – und sind es noch. Zum Glück hat Christian Schmidt den Weg zur Satire gefunden. Spätestens mit seinem Informatikstudium findet auch das Internet zu ihm. Klopfer war bald erfunden. Da hat er schon so einige Bücher gelesen. Es sollten mehr werden. Immer mehr. Lesen, um zu verstehen, was einem keiner erklären kann. Um dann zu erklären, dass keiner so richtig verstanden hat. Klopfer kritisiert, polemisiert und: unterhält. 

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Autor 2.0, das ist leichter gesagt als getan. Autor 2.0, das ist viel Arbeit. Autor 2.0, das ist Christian Schmidt. Derb geht es zu auf Klopfers Web. Kichern, Fremdschämen, Beipflichten. Auf jeden Fall provoziert er Reaktionen. Klopfer darf das, Klopfer macht Satire. Sein burlesk gedecktes Tischlein reicht vom Spott bis zum Sarkasmus.

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Interview – Social Media

Social Media und Buch – passt das zusammen? Mit einem eindeutigen ‚Ja‘ reagiert Monika E. König, die Fachfrau in Sachen Social Media und eLearning. Ohne wenn und aber. Gleichwohl scheinen Kontraste auf: Social Media und eLearning als prinzipiell öffentliches Denken, reflexartiges Schreiben und instantanes Publizieren. Hingegen ein Roman als privates Unterfangen, in konspirativer Autorenschaft, als bewahrte Herzensangelegenheit. Heimlich, still und leise schlummert in ihrem MacBook die eigene Buchgeschichte. 

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Über sieben Brücken zu gehen, um einen Fluß zu überqueren, doch jede Brücke nur ein Mal zu betreten, das kann nicht funktionieren!  Dies mathematisch zu beweisen, schafft Leonhard Euler, der Schweizer Mathematiker des 18. Jahrhunderts. Als Königsberger Brückenproblem bekannt,  ging Euler diese mathematische Herausforderung topologisch an. Eulers 306. Geburtstag feiert Google heute mit einem zeigenswerten Doodle. Was hat dieser Mathematiker nicht alles geleistet!

Euler, Leonhard - Google Doodle 15.04.2013

Eine grafische Darstellung des Königsberger Brückenproblems findet Ihr unter dem ersten O. Wie interessant das Leben eines Mathematikers sein kann, wissen wir ja spätestens seit „Die Vermessung der Welt“. Euler hat auch so einiges zu bieten! Mathematik meets Belletristik? Ich würde es lesen! Muss nur noch einer schreiben. ;o)

Kann sich das papierne Buch im digitalen Zeitalter behaupten? – Diese Frage schickte ich diese Woche in meine bescheidene Twitter-Runde. Das Ergebnis meiner überaus unrepräsentativen Enquete: Ein klares ‚Ja, ganz bestimmt‘. Und was habe ich dabei gelernt? Eine gute Frage zu stellen, ist gar nicht so einfach.

Twtpoll – kleines aber feines Umfrage-Werkzeug
Mit twtpoll, einem recht einfachen Tool, könnt Ihr ohne viel Aufwand Umfragen über Twitter, Facebook oder den eigenen Blog in die große weite Social Media Welt schicken. Fragen und Antworten sind nach Belieben zu formulieren. Für die Abstimmung (poll) gibt es dann einen twtpoll-Link, den Ihr wild verteilen könnt. Um zu antworten, reicht meist ein einziger Klick und es bedarf keiner weiteren Registrierung. Wirklich simpel.

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Interview – Blogbuch

Am linken Niederrhein bloggt die freie Texterin und Autorin Paula Grimm emsig ihren Felicitas-Roman. Mehrmals die Woche gibt sie Tipps zum Thema Buchbloggen und entwickelt dabei den Roman – ein Blogbuch im Buchblog. Als vollblinde Autorin arbeitet sie am liebsten zu Hause mit Tastatur und Sprachausgabe. Nicht von ungefähr hat ihre Felicitas „ein Faible für alles Handwerkliche und für die Beobachtung von Händen“. Kurzbiografie…

Hört erst einmal hin: Link zum Lied

Einstieg: Wie bist Du zum Schreiben gekommen? 
Ich schreibe, seit ich schreiben kann, es ist für mich Berufung. Was ich für meinen Broterwerb als Webtexterin verfasse, hat für mich nichts mit dem zu tun, was Schreiben für mich wirklich ist. Schreiben ist für mich auch Arbeit und ich arbeite gern. Ich kenne allerdings keine Tätigkeit, bei der man die Geschwindigkeit der Gedanken und Gefühle so gut mit der Geschwindigkeit von deren Umsetzung in Einklang bringen kann. Ich lerne beim Schreiben immer irgendetwas. Das kenne ich von keiner anderen Tätigkeit.

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Blogroman, das war mir völlig neu. Was nichts heißt. Beim prälogischen Sinnieren über den Begriff fällt plötzlich der Groschen. Heureka! Blog-Buch, ein gebloggtes Buch, der moderne Briefroman! Jeden Tag ein paar Zeilen, ein runder Absatz, vielleicht gar ein Kapitel. Dran bleiben müssen. Für Leserinnen und Leser schreiben. Reaktionen einarbeiten. Verwerfen. Neu schreiben. Veredelung durch Öffentlichkeit. Warum nicht!

Dann begegne ich Paula Grimm, einer blinden Buchbloggerin. Ich denke viel nach, über meinen Bildschirm, der mir Gedanken in Worten zeigt; über meinen Aufwand, das digitale Treiben zu verstehen. Welch ein Kraftakt muss das wohl für Paula Grimm sein, die all das „im Blindflug“ – so sagt sie es selbst – erobern muss. Paula Grimm erwähnt das selbst nur am Rande. Mich lässt es nicht los.

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Kampf der Geschlechter: Die leidigen Ermahnungen, es hieße das Blog und nicht der Blog. Wann mögen die Social Newbies das endlich begreifen! Alt-Blogger als Sprachwächter? Schuster bleib bei deinen Leisten! Sprachgeschichte beginnt nicht erst in den 1990ern. Sprache ist pro domo demokratisch und deren Geschichte ist kein kalter Kaffee.

der_BlogIch bin neu im Netz, doch lesen, schreiben, sprechen und denken, das konnte ich schon vor dem Millennium. Des Dilettantismus verdächtig, bemühe ich im druckstelle-blog konsequent den männlichen Blog. Von den Platzhirschen und Hirschlein werde ich wie alle Der-Blog-Sager belächelt und vermeintlich entlarvt. Duden war gestern, der ermöglicht beides, ewig gestrig. In der Akte ‚Blog‘ viel zu liberal. Ha, der Duden! Für viele überflüssiger Ballast der Gutenbergzeit, für mich im Digitalen unersetzlicher denn je. Es kommt, wie es kommen muss: Monologisch gerate ich unter Rechtfertigungszwang. Nun denn, ich erhebe meinen Zahnstocher gegen die Sprachwächter 2.0.

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