Archiv

Archiv für den Monat März 2013

Die französische Toilettenpapier-Marke Le Trèfle bringt es mit einem kurzen Werbespot amüsant auf den Punkt: Hölzern oder digital ist nicht immer nur eine Frage von Modernität.

Noch weit von US-amerikanischem Niveau entfernt, erfreut sich Pinterest in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Inzwischen haben Verlage wie Piper, Kohlhammer oder Loewe den Weg ins digitale Bilderbuch gefunden, O’Reilly und Verlag 3.0 sowieso. Die Gewinner des Trends vom Buch hin zum Bilderbuch sind die Autorinnen und Autoren. Weil bei Pinterest nichts unter der Markise von Mehrheitsmeinung und Massenkäuferschaft steht, kann in und mit der digitalen Pinnwand gezeigt werden, was sonst nicht unter den Druckkostenzuschuss fällt. Qualität: einmal mehr im Auge der Betrachter.

Pinterest Screenshot Buchautoren

Bei Pinterest darf ein Autor auch mal Schweigen zeigen und schweigend zeigen. Konzentriert sich sonst meist alles auf das Schreiben, so herrscht bei Pinterest im Grunde Redeverbot. Hier ergänzt das Wort das Bild. Das Bild ist nicht nur Illustration, sondern Augenfänger per Seh. Der Leser als Homo videns – warum auch nicht! Rund ums Buch gibt es soviel mehr zu sagen, als geschrieben werden kann. Warum also immer nur Schwarz-Weiß. Autorinnen und Autoren können auf Pinterest die Buchbranche ein bisschen bunter machen, mit Pinsel statt Pencil die gedachten Gedanken skizzieren – Fotoapparat und Scanner tun es auch. Schon eine Idee zum Buch kann so reifen, ohne den Hoheitsbereich der Verlage auch nur anzutasten. Der gläserne Autor muss es deswegen noch lange nicht sein.

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Die Autorin Patricia Koelle gibt auf Ihrem Blog einen aufgeräumten Blick auf ihren wunderbar blockierten Schreibtisch, den ich Euch unbedingt zeigen möchte. Danke Patricia!

Wortnest / Wordnest

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Schreibblockaden kennen wohl alle Autoren, aber neu ist mir, dass es eine ernstzunehmende Schreibtischaufräumblockade gibt. Ich erlebe das zum ersten Mal. Ich habe mein Manuskript vor Tagen fertiggestellt und an den Verlag geschickt.  Nun bringe ich es nicht fertig, die Zettel und Werkzeuge wegzuordnen, die sich in der Hektik der letzten Projekttage wild angesammelt haben. Dabei sind schon Notizen für die neue Geschichte darunter, Abschiedsschmerz kann es also nicht sein.  Ein seltsames Phänomen! Aber wenn ich es noch länger zu ergründen versuche, dann wird es wohl nicht vorbeigehen. Eine Freundin und Kollegin sagte mir, das sei nicht therapierbar. Ich werde ihr nun das Gegenteil beweisen und den Schreibtisch aufräumen. Pikobello.  Hm, ich könnte natürlich auch erst einen Tee trinken… oder die Wäsche zusammenlegen… oder…

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All of us Author’s know Writer’s block. But I have only just discovered that there is a serious ailment called something like „Writer’s desktidying block“. …

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Wer nicht wagt, der nicht verliert. Ein Großteil aller Bewerbungen endet mit einer Absage: Auf ein Stellenangebot kommt ein Vielfaches an Bewerbern. Bei den Umworbenen scheint mit einer wachsenden Zahl an Bewerbungen jedoch auch das Absagen immer mehr zur Nebensache, zum notwendigen Übel zu gerinnen. Schließlich stehen der Einsatz des Bewerbes und die Reaktion des Entscheiders in einem üblen Missverhältnis. Doch ein plumpes ‚Leider nix‘ sollte so nicht einfach hingenommen werden. Ein Beispiel.

Eigentlich bin ich gerade im Urlaub und mache mir – wenn überhaupt – Gedanken über Bücher, Autorinnen und Autoren, über Verlage, über Gezwitschertes usw. Schöne Gedanken also. Und dann erreicht mich über das karge WLAN doch eine echte Beleidigung. Es ist eine Absage-Mail. Gut, Absagen sind nicht schön und jeder kennt das fade Gefühl des Scheiterns im Kleinen. Doch darum geht es hier nicht. Eigentlich war alles ganz angenehm: Anfang des Jahres stoße ich zufällig auf ein Stellenangebot, was mich persönlich berührt. Es ist kein Top-Job, nicht sonderlich gut bezahlt, aber irgendwie mit Bildungsauftrag. Letzteres liegt mir wohl am Herzen. Nach anfänglicher Euphorie sagte mir der leere Postkasten spätestens Anfang Februar, dass daraus wohl nix wird. Schade, aber zu verkraften und bis heute auch irgendwie vergessen. Dann diese Mail:

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Kann eine gute Text-Maschine den guten Autor ersetzen? Nein, aber sie kann einen lausigen Text ein bisschen internettauglicher machen. Was ich mit LinguLab über Verständlichkeit und Web-Tauglichkeit von Texten gelernt habe.

In meinem kleinen Selbstversuch zeige ich, dass eine Maschine oder ein Programm wie LinguLab nicht ausreicht, um aus einem Text einen guten Text zu ‚generieren‘. Ausgangspunkt ist für mich nicht die hohe Literatur, nicht Literatur, sondern der einfache Text, der einfach so geschrieben sein will: Wenig Zeit, viel zu tun, hehre Ziele. Das heißt: Schreib einfach mal runter, was macht das Programm wohl daraus. Und ja, ich habe von der Text-Maschine meinen Tadel bekommen.

Nicht jeder kann einfach so in die Tasten hauen und mit Hilfe des entsprechenden Programms kommt etwas Gutes heraus. Zum wirklich guten Texten gehört nämlich vor allem eins: Routine, Übung, Routine und Übung. Talent nicht zu vergessen – schadet selten. Texte im Netz müssen letztlich auch nicht immer den Kriterien des Netzes gehorchen und der Suchmaschine wohlgefallen. Wer aber für das Netz, für die Suchmaschine textet, dem kann ich die kleinen Helferlein empfehlen. Doch seht selbst:

Phase 1: Einfach ein Text

Phase 2: Die Text-Maschine optimiert

Phase 3: Der optimierte Text

Fürs Erste schreibe ich wild drauf los, Material zum Füttern des Programms muss her:

Texte aus der Maschine – LinguLab im Test

Gerade meine ersten Schritte im Social Web hinter mich gebracht, ereilt mich Ernüchterung. Bisher dachte ich, Worte, Sätze, Texte seien von Menschen verfasst. Pah! So einiges wird ja dann wohl doch generiert – ein Text wird nicht geschrieben, er wird erstellt. Wie gemein.

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